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Caritas

Von Dudelsäcken und Knochenflöten

Entstehung und Geschichte der Musikinstrumente

Wann genau der Mensch auf die Idee kam, einen Gegenstand bewusst als Musikinstrument zu nutzen, bleibt unklar. Schon der Neandertaler kannte Knochenflöten. Die alten Griechen und Römer musizierten auf Leiern, Trommeln und Blasinstrumenten. Im Mittelalter wurden der Dudelsack und die Fiedel populär und im 19. Jahrhundert eroberten die Blechblasinstrumente die Musikbühnen.

Bei den Anfängen beginnend soll in diesem Projekt die Entwicklung der verschiedenen Instrumentenarten dargestellt werden. Naturformen, wie das Schilfrohr, der Kürbis, der klingende Stein oder das aufgespannte Leder ließen die Menschen aufhorchen. Sie gestalteten die Dinge zu immer perfekteren Musikgeräten – bis hin zu den heutigen Orchesterinstrumenten.

Es wird eine akustische Reise durch die Zeit und die Kulturen. Blas-, Saiten- und Fellinstrumente werden vorgestellt und von den Schülern auch selbst benutzt. Wir erleben, wie die Instrumente verwendet wurden, zur Signalgebung, zur Gesangsbegleitung oder in der Tanzmusik. Wie klingen bestimmte Instrumente zusammen und welche Funktionen haben sie bei diesem Zusammenspiel? Warum sind manche Instrumente laut und andere leise? Zu welchen Anlässen spielte man welche Instrumente? So wird die Geschichte der Entwicklung der Musikinstrumente auch ein wenig die Geschichte des Musiklebens überhaupt. Ein praktisches Angebot kann das Musikseminar abschließen. Je nach Jahreszeit bauen die Teilnehmer Weidenpfeifen oder Holunderklarinetten, die mit nach Hause genommen werden. So tönen die Musikstunden im Schloss Dreilützow vielleicht noch einige Tage nach.

 

Kosten: 7,50 € pro Person
Altersgruppe: 1. bis 12. Klasse
Mindestgruppengröße: 20 Personen
Dauer: ca. 2,5 Stunden

Dr. Ralf Gehler, Volkskundler und Musikant
Dudelsäcke sind meist laut und sie sind die große Leidenschaft von Ralf Gehler. Auf der Schäferpfeife ist er einer der renommiertesten Solisten in Deutschland und begeisterte das Publikum bei Festivals von Spanien bis Österreich und von Holland bis Schweden. Als begabter Instrumentenbauer rekonstruiert er vor allem Streichinstrumente aus dem Mittelalter wie die Schlüsselfiedel. Wo andere im Synthesizer nach überraschenden Klängen suchen begibt er sich auf die Expedition nach neuen Klängen aus der Vergangenheit. Als Wissenschafter hat Ralf Gehler die Volksmusik Mecklenburgs der letzten 500 Jahre untersucht. Er organisiert Seminarwochenenden der traditionellen Musik, wie „Pipen un Lyren“ oder das „Pipenbocktreffen“.

 

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